Nach vielem zuckersüßen Romances wurde es mal wieder Zeit für ein bisschen unschuldige Romantasy.
Beim Stöbern beim dp-verlag fiel mir dann dieses Buch mit dem hübschen Cover auf. Und auch der Klappentext klang interessant.
Mit ein bißchen Magie wird alles einfacher
Während
ihr Zwillingsbruder Jules zu den beliebtesten Schülern ihrer Schule
gehört, führt Sharon ein Leben abseits, bei den unbeliebten
Nerds.
Beim Sommerfest ihrer Schule wird sie von der aktuellen
Flamme ihres Bruders gemobbt, was sie so zur Weißglut bringt, dass
sie spontan in Flammen aufgeht und alles in ihre Umgebung verbrennt.
Ein
paar Wochen später ist die Erinnerung an das Ereignis immer noch
sehr verschwommen. Nur sie und ihr Bruder haben das Massaker überlebt
und damit sich die Gemüter beruhigen, werden die beiden auf ein
Internat in Schottland geschickt, um dort ihren Abschluß zu machen.
Zumindest ist das die offizielle Meinung.
Doch Sharon merkt
allerdings schnell, dass dort merkwürdige Dinge geschehen und ihr
Verdacht, dass gedankenlos mit dem Leben ihrer Mitschüler
experimentiert wird, wird als Einbildung abgetan. Und dann ist da
auch noch Elay, der düstere junge Mann aus Jules Freundeskreis, der
ein Auge auf sie geworfen hat und dem sie trotz eindringlicher
Warnungen näher kommt. Allerdings geschehen in seinem Beisein immer
merkwürdige Dinge und auch wenn sie anfangs ihre Skepsis überwinden
kann, irgendwann reicht ihr sein Verhalten und sie zieht sich zurück.
Sharon allerdings hat irgendwann die Nase voll davon, sich immer wieder von der Lehrerschaft abwimmeln zu lassen und deckt nach und nach Geheimnisse auf, die noch viel schlimmer sind, als alles, was sie sich hatte vorstellen können.
Ein
wirklich nette Geschichte, die mich positiv überrascht hat. Aber?
Warum müssen solche Geschichten immer in irgendwelchen düsteren
Burgen oder Schlösser spielen? Ja, ich weiß, düstere Vibes und
gerade in und so, aber trotzdem.
Ich weiß auch nicht, ob es
nicht besser gewesen wäre, eine Dilogie daraus zu machen, ich fühlte
mich am Schluß doch ein bisschen getrieben, weil soviel auf einmal
passierte.
Dafür war ich von der Charakterentwicklung angenehm überrascht. Besonders Jules hat mich durch die Hölle geschickt. Verrat durch einen Freund ist schon heftig, aber durch den Zwillingsbruder muss nochmal heftiger sein. Aber Elay enttäuscht dafür. Er ist, als der düstere geheimnisvolle Bad Guy eingeführt worden, an den Sharon ihr Herz verliert. Dafür war er dann am Ende ein bisschen zuviel treudoofes Hündchen, der seiner Angebeteten in allem recht gegeben und nach dem Mund geredet hat. Klar, er hat ein schlechtes Gewissen, aber mal ehrlich, was war das denn für eine rasante Kehrtwende?
Alles in allem vergebe ich 4 von 5 Einhörnern.
Rezension veröffentlicht auf:
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