Sonntag, 14. Januar 2024

Rezension: Delia Golz - Darkwood Academy: Magie der Nacht

Nach vielem zuckersüßen Romances wurde es mal wieder Zeit für ein bisschen unschuldige Romantasy.
Beim Stöbern beim dp-verlag fiel mir dann dieses Buch mit dem hübschen Cover auf. Und auch der Klappentext klang interessant.

Mit ein bißchen Magie wird alles einfacher

Während ihr Zwillingsbruder Jules zu den beliebtesten Schülern ihrer Schule gehört, führt Sharon ein Leben abseits, bei den unbeliebten Nerds.
Beim Sommerfest ihrer Schule wird sie von der aktuellen Flamme ihres Bruders gemobbt, was sie so zur Weißglut bringt, dass sie spontan in Flammen aufgeht und alles in ihre Umgebung verbrennt.

Ein paar Wochen später ist die Erinnerung an das Ereignis immer noch sehr verschwommen. Nur sie und ihr Bruder haben das Massaker überlebt und damit sich die Gemüter beruhigen, werden die beiden auf ein Internat in Schottland geschickt, um dort ihren Abschluß zu machen. Zumindest ist das die offizielle Meinung.
Doch Sharon merkt allerdings schnell, dass dort merkwürdige Dinge geschehen und ihr Verdacht, dass gedankenlos mit dem Leben ihrer Mitschüler experimentiert wird, wird als Einbildung abgetan. Und dann ist da auch noch Elay, der düstere junge Mann aus Jules Freundeskreis, der ein Auge auf sie geworfen hat und dem sie trotz eindringlicher Warnungen näher kommt. Allerdings geschehen in seinem Beisein immer merkwürdige Dinge und auch wenn sie anfangs ihre Skepsis überwinden kann, irgendwann reicht ihr sein Verhalten und sie zieht sich zurück.

Sharon allerdings hat irgendwann die Nase voll davon, sich immer wieder von der Lehrerschaft abwimmeln zu lassen und deckt nach und nach Geheimnisse auf, die noch viel schlimmer sind, als alles, was sie sich hatte vorstellen können.

Ein wirklich nette Geschichte, die mich positiv überrascht hat. Aber? Warum müssen solche Geschichten immer in irgendwelchen düsteren Burgen oder Schlösser spielen? Ja, ich weiß, düstere Vibes und gerade in und so, aber trotzdem.
Ich weiß auch nicht, ob es nicht besser gewesen wäre, eine Dilogie daraus zu machen, ich fühlte mich am Schluß doch ein bisschen getrieben, weil soviel auf einmal passierte.

Dafür war ich von der Charakterentwicklung angenehm überrascht. Besonders Jules hat mich durch die Hölle geschickt. Verrat durch einen Freund ist schon heftig, aber durch den Zwillingsbruder muss nochmal heftiger sein. Aber Elay enttäuscht dafür. Er ist, als der düstere geheimnisvolle Bad Guy eingeführt worden, an den Sharon ihr Herz verliert. Dafür war er dann am Ende ein bisschen zuviel treudoofes Hündchen, der seiner Angebeteten in allem recht gegeben und nach dem Mund geredet hat. Klar, er hat ein schlechtes Gewissen, aber mal ehrlich, was war das denn für eine rasante Kehrtwende?

Alles in allem vergebe ich 4 von 5 Einhörnern.

 

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